Sport überwindet Sprachbarrieren - Jugendarbeit des ASB mit Flüchtlingen

Jeden Mittwochnachmittag gleicht der Bolzplatz in Anklam einem kleinen Fußballstadion. 60 Kinder tummeln sich hier in Trainingsoutfit und Sportschuhen, mehr als die Hälfte von ihnen sind Flüchtlingskinder aus unterschiedlichen Nationen. Beim Bolzen verstehen sie sich ohne Worte. Hier ist der Spaß die gemeinsame Sprache.

Olaf Ehrke pfeift. Foul. Ein Handzeichen reicht und das Spiel geht weiter. „Beim Fußballspielen sprechen alle die gleiche Sprache“, sagt der 56-Jährige und lacht. Einmal in der Woche trainiert er deutsche und Flüchtlingskinder auf dem Bolzplatz in Anklam. Ehrke arbeitet seit einiger Zeit ehrenamtlich für den Arbeiter Samariter Bund.

Jugendliche und auch Erwachsene nutzen das Angebot des Anklamer Jugendclubs ASB Mühlentreff. Seit mehreren Jahren kooperiert dieser mit der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Anklam. „Wir pflegen sehr freundschaftliche Kontakte untereinander“, erzählt Clubleiter Roderich Eichel. Gemeinsame Aktivitäten im Sport- und Freizeitbereich seien wichtig für die Integration der Flüchtlinge, egal ob Jung oder Alt. Montags und mittwochs treffen sie sich zum Fußball-, Basketball- oder Hockey spielen. Auch Volleyball und Tischtennis wird in der Turnhalle des ASB angeboten. Am Wochenende finden regelmäßig Turniere statt.

„Wir wollen unsere Kinder- und Jugendarbeit weiter intensivieren“, so Eichel. Geplant seien aber auch Angebote für die Eltern der Flüchtlingskinder. Ein Töpferkurs für Frauen oder regelmäßiges gemeinsames Kochen konnte wegen fehlender Gelder aber bisher nicht umgesetzt werden. Auch ein Männercafe sei geplant.

In regelmäßigen Abständen finden in Anklam Interkulturelle Wochen statt. Das vom ASB betriebene Stadtteilbüro in der Anklamer Südstadt ist außerdem für alle Bürger als Anlaufstelle da, auch und vor allem für ausländische Familien.

Ansprechpartnerin

Stephanie Böskens
Öffentlichkeitsarbeit, Migration
Tel.: 0385/59221-16
E-Mail schreiben