Deutschkurse im Elterncafé des Kinderschutzbund

Integrationsministerin Birgit Hesse hat am 25.02.2016 das Elterncafé beim Deutschen Kinderschutzbund in Schwerin besucht. Sie würdigte dabei die Arbeit der Ehrenamtlichen, die dort Deutsch unterrichten und zeigte sich beeindruckt von den Sprachkenntnissen der Flüchtlinge.

Amir ist erst seit sechs Monaten in Deutschland. Seine Kinder gehen bereits hier zur Schule. Der aus dem Irak stammende Bauingenieur wartet noch auf den Start seines offiziellen Integrationskurses. Solange kommt er zweimal in der Woche zu Helga Noack, die beim DKSB als Sonderpädagogin ehrenamtlich Deutsch unterrichtet. Er stellt sich der Ministerin vor, spricht von seinem Wunsch, bald Arbeit zu finden oder wenigstens schon mal ein Praktikum machen zu können. Sein Deutsch ist erstaunlich gut. „Ich bin absolut beeindruckt, wie schnell die Menschen in so kurzer Zeit schon so gut Deutsch gelernt haben“, sagt Ministerin Hesse nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller 15 Teilnehmer dem NDR Fernsehteam. Die Männer und Frauen kommen aus Syrien, Iran, Irak, der Ukraine und Afrika.

Der Tisch in den hellen Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes ist hübsch gedeckt. Selbstgebackene arabische Köstlichkeiten und deutsche Plätzchen stehen auf dem Tisch, es duftet nach Kaffee. „Wir starten immer in gemütlicher Atmosphäre mit einem Frühstück, bevor wir uns in die Arbeit stürzen“, erzählt Helga Noack. Mit dem Elterncafé, das aus Spendenmitteln der NDR Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ gefördert werden kann, will der Deutsche Kinderschutzbund die Flüchtlingsfamilien vor sozialer Isolation bewahren und ihnen die Integration erleichtern. Viele Freundschaften seien bereits entstanden, so Noack. Dadurch hätten die Familien auch außerhalb des Kinderhauses Unterstützung.

„Sprache ist und bleibt der Schlüssel zur Integration“, sagt Ministerin Hesse und würdigt die Arbeit der Ehrenamtlichen, die sich viel Zeit für die Integration Zugezogenen nehmen. Während die Mütter und Väter Deutsch lernen, werden die Kleinkinder, die noch keinen Kindergartenplatz haben, vor Ort betreut oder nehmen auch am Unterricht teil. Schulpflichtige Kinder nutzen das Angebot des so genannten Pädagogischen Mittagstisches, der Hausaufgabenhilfe und des offenen Kindertreffs, zu dem auch deutsche Kinder kommen. Auch hier ist wieder Helga Noack gefragt, die sich mit Leib und Seele einbringt und den Kindern deutscher und Flüchtlingsfamilien mit ihrer Herzlichkeit ein Stückchen zuhause gibt.

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Öffentlichkeitsarbeit, Migration
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