Erfahrungsberichte

Hier berichten Freiwillige über ihre Erfahrungen in den Einsatzstellen oder auf den Seminaren.

Viel Spaß beim Stöbern…


Mein aufregendes BFD - Jahr

Erfahrungsbericht von Anna über ihren Bundesfreiwilligendienst im Kindergarten der Lebenshilfe Neubrandenburg.

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„Mein Abitur habe ich jetzt in der Tasche, doch was nun?“ Dieser Satz hat mich nach meinem Abitur begleitet und die Zeit zum Bewerben wurde immer kürzer. Ich wusste absolut nicht was ich später einmal machen wollte - also beschloss ich ein Jahr Bundesfreiwilligendienst dazwischen zu schieben, um mir darüber im Klaren zu werden.

Ich habe einen  Platz im „Integrativen Hort der Lebenshilfe e. V. Neubrandenburg“ gefunden. Dort wurde ich  in eine erste Klasse eingeteilt. Kindergewusel war dort an der Tagesordnung und es hat mir total Spaß gemacht mich mit den Kindern zu beschäftigen. Ich habe der Erzieherin in meiner Gruppe viel geholfen und konnte sogar selbst kreativ werden indem ich Bastelangebote gestaltete oder auch den Sport, am Nachmittag in der Turnhalle mit Kindern aus verschiedensten Gruppen leitete. Ein besonderes Erlebnis während meinem Jahr im Hort, war das Ferienlager in den Herbstferien. Auch sehr aufregend war das Neptunfest, welches eine FSJ`lerin in meiner Einsatzstelle und ich zusammen, in den Sommerferien, auf die Beine gestellt haben.

Doch auch fünf Seminarfahrten waren Teil meines Bundesfreiwilligendienstes. Ich konnte mich mit anderen FSJ`ler/-innen und BFD`ler/-innen austauschen und gemeinsam neues erlernen und erleben. Mich haben vor allem die Workshops  der Erlebnispädagogik interessiert, neue Spiele, neue Bewegungslieder und vieles mehr. Es waren aufregende  Wochen und ich würde behaupten, dass wir alle in dieser Zeit über uns hinausgewachsen sind. Ich persönlich konnte aus den Seminaren viel in meiner Einsatzstelle, in meiner Gruppe, ausprobieren - dabei hatte nicht nur ich Spaß, sondern auch die meine Kiddis! 

Ich würde dieses Jahr jedem empfehlen; man hat erstens ein weiteres Jahr, um sich darüber Gedanken zu machen, was man in seinem Leben später erreichen möchte. Doch vor allem bietet dieses Jahr Erlebnisse die man nie vergessen wird.


FSJ - Zwischenstopp auf meiner Lebensreise

Erfahrungsbericht von Sebastian über sein Freiwillig Soziales Jahr in der SOS Dorfgemeinschaft in Grimmen.

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In Zeiten meines Abiturs 2015 war ich mir immer noch nicht sicher, wohin die Reise danach gehen soll. Ich wusste aber, dass ich im Bereich der Sozialen Arbeit tätig sein will. Um einen potentiellen Abbruch des Studiums zu verhindern, entschied ich mich für ein FSJ beim Paritätischen – in der SOS Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden, bei dem ich in einer Hausgemeinschaft mit Menschen mit besonderem Bedarf gelebt und in der WfbM Holzwerkstatt jeweils halbtags gearbeitet habe. Neben viel Verantwortung, die man in der Küche, als Fahrer in einem vollen Bus bei Ausflügen und bei der Organisation des wöchentlichen Spieleabends zu tragen hatte, bekam man mindestens genauso viel Herzlichkeit und Freude von den Betreuten und Kollegen, aber vor allem eine Menge Praxiserfahrung für sich zurück.

Eine Menge Futter aus pädagogischen Spielideen, theoretischem Wissen und politischer Bildung konnte ich auf den 5 Seminarwochen erlangen, die über das Jahr verteilt waren. Mit viel Ehrgeiz und Humor ließen uns unsere 3 Teamer gruppendynamische Prozesse am eigenen Leib erfahren und ich konnte am Ende jeden Seminars eine Menge Wissen zurück in meine Einsatzstelle nehmen und anwenden.

Nun studiere ich Soziale Arbeit an der Hochschule Neubrandenburg und stelle zurückblickend fest, dass ich froh bin, das FSJ im Vorfeld gemacht zu haben: Eine Orientierung mit einer Menge Erfahrung, die mich im Studium öfter mitreden lässt und an die ich in vielen theoretischen Ansätzen in Vorlesungen anknüpfen kann.

Wer sich also auch nicht sicher ist, wo die Reise hingehen soll, dem lege ich ans Herz, auch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren und auch wenn ich gemerkt hätte, dass der Job nichts für mich ist – die Erfahrung könnte mir trotzdem keiner nehmen!


Werde BUFDI und du kannst was erleben!

Erfahrungsbericht von Holger über seinen Bundesfreiwilligendienst auf dem Bausspielplatz in Schwerin.

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Mein Berufsleben habe ich auf dem Bau verbracht, bis die Gesundheit es nicht mehr zuließ. In der Zeitung fand ich einen Bericht, dass man sich als Bundesfreiwilliger sozial einbringen kann. Die Idee fand ich gut, denn ich brauche eine sinnstiftende Tätigkeit!

Daraufhin habe ich mich beim Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern beworben und in einem netten Kennenlerngespräch wurden mir mehrere Einsatzstellen vorgestellt. Nach einem Schnuppertag - für den Bauspielplatz Schwerin e.V. entschieden.

Das Konzept des Bauspielplatzes imponiert und gefällt mir, weil den Kindern uneigennützig, ohne Wenn und Aber, viel geboten wird. Die Kinder können dort spielen, ohne Bevormundung sich ausprobieren, Hütten nach eigenen Vorstellungen sowie Wasserstaudämme bauen oder an der Feuerstelle kokeln, alles unter pädagogischer Betreuung.

Meine Aufgaben sind vielfältig, wo soll ich anfangen… Baumaterial für die Kinder muss organisiert und bereitgestellt werden, altes Werkzeug, was keiner mehr haben will oder unbehandeltes Holz. Zudem helfe ich beim Aufbereiten von Spielgeräten (zurzeit Restaurieren wir eine historische Schiffsschaukel), beim Bau von Anschauungsobjekten wie Insektenhotel und Fledermaus-Sommer-Kasten, Hochbeet oder Kompostkasten - alle realisierbaren Ideen werden versucht umzusetzen. Außerdem begleite ich mit den festen Mitarbeiter_innen Veranstaltungen von Kommunen/Gemeinden oder auch Schulen, wo wir verschiedene Spielaktionen, wie z.B. Wikingerkarussell, Rollenrutsche, schmieden oder auch Lagerfeuer mit selbst gemachtem Stockbrot für Mädchen und Jungen anbieten.

Fester Bestandteil des Bundesfreiwilligendienstes sind auch die Seminartage, bei denen ich interessante Menschen und ihre Arbeit in den unterschiedlichsten Einsatzstellen kennengelernt habe, wo nicht überall BUFDI’s eingesetzt werden - interessant und vielseitig. Begleitet werden wir dabei von den Referentinnen des Paritätischen. Schwerpunkt der Seminare ist der gegenseitige Austausch und das Kennenlernen von neuen Ideen sowie Sichtweisen. Auf unsere Vorschläge zur Seminargestaltung wird auch eingegangen. So konnten wir mit einem Nationalpark-Ranger Fledermäuse beobachten (so etwas bekommt man nicht alle Tage geboten), weiterhin auf dem Programm standen ein Besuch mit Führung in der Robbenstation, im Planetarium, im Ozeaneum sowie eine Exkursion in den Landtag MV. Dabei war es hoch interessant zu sehen, wie der technische Ablauf der Politik funktioniert. Zusammen kochen, grillen und feiern gehört auch dazu - Kräuter sammeln auf der Wiese, ein Highlight. Was man nicht alles essen kann! Wer’s mag. Die sachliche Diskussion mit Frau Seemann-Katz über die Flüchtlinge hat einige Irrtümer ausgeräumt, und das war gut so. Die Seminare machen Spaß, sind kommunikativ und abwechslungsreich.

Werde BUFDI und du kannst was erleben!


Tagebucheintrag vom zweiten Seminar

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Liebes Tagebuch,

heute sind wir zum 2. Seminar angereist – nach Wiligrad. Schon wieder so eine Unterkunft fernab der Zivilisation, dafür aber mit einem wunderschönen Park und See in der Nähe. Der erste Tag war voll komisch, alle nach 2 Monaten wieder zu sehen… Es sind auch viele neue Leute dabei und irgendwie ist so einen Distanz zwischen uns. Aber dann hat es geholfen, dass wir viel in den Familien (Bezugsgruppen) gemacht haben, z. B. gleich zu Beginn das Spiel mit dem Moor über das wir alle mit gegenseitiger Hilfe drüber mussten, oder unser Reflexionsgespräch. Und auch das Kochen war cool. Die Schokoschmeißer Familie haben Burger für alle gemacht – Respekt!

Tag 2 und 3: Diese Mal konnten wir zwischen drei Workshops wählen: Robin hat uns in die Erlebnispädagogik und Gruppenphasen eingeführt und uns die Hintergründe erklärt, Anne-Marie hat uns versucht japanisch beizubringen z.B. haben wir gelernt unseren Namen zu schreiben und wir haben Sushi für alle gemacht. Ich war im Projekts Selbsterfahrung Behinderung von Lucia. Sie hatte Rollstühle organisiert mit denen wir im Zug gefahren sind. Beim Rollstuhlfahren durch Schwerin (ich saß im Rollstuhl) lief meine ehemalige Klassenkameradin verwirrt an mir vorbei :-D Zusammen mit meinen Mädels hatte ich aber heute sehr viel Spaß. Abends und in jeder Pause haben wir Karten gezockt – J. ist traurig, da er isgesamt so um die 18 mal beim Idioten Maumau verlor…

Tag 4: Wir waren Klettern. Ich habe heute zusammen mit I. die "Flying Bridge" überwunden, obwohl ich anfangs mega Angst hatte bin ich stolz, dass sich es durchgezogen habe. Danke an die Helferinnen und Helfer, dich mich auch gleichzeitig motiviert haben. Zum Mittag sollte es Milchreis geben… aber das hat ewig gedauert, sodass wir wieder Karten zocken mussten. Gedankenverloren verging so halbe Stunde um halbe Stunde bis uns dann schließlich unfertige Milchreissuppe kredenzt wurde :-) Aus der Milchreismilch hat sich unser Teamer einen Powerkakao gemixt – der ihm beim Klettern und den Energizern Flügel verliehen hat. Der bunte Abend hatte Höhen und Tiefen – die Beiträge und Spiele waren alle sehr unterhaltsam und wir haben viel gelacht.

Tag 5: Heute ist das Seminar schon wieder rum. Einerseits freue ich mich auf mein Bett und meine eigene Dusche, andererseits fehlen mir die lustigen Aktionen und Gesprächspartner. Wir sind wieder zu einer Gruppe zusammen gewachsen und haben viel gelernt. Bei der Putzparty musste L. den verbrannten Milchreis mit dem Spaten aus dem Topf spalten, spachteln und kratzen.

Das war eine echt schöne Woche mit Euch. Werde es wieder vermissen. Naja bis zum nächsten Seminar!


Tagebucheintrag vom dritten Seminar

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Liebes Seminartagebuch!

Das ganze Haus lebt, überall sind wir verteilt und arbeiten an den Projekten. Heute ist wirklich mega Wetter und viele sind auch draußen.

Wir haben schon die Hälfte des 3. Seminares geschafft, wie ich finde LEIDER.

Mich freut es immer unglaublich meine kleine / große Seminarfamilie wieder zu sehen. Ich mache mir schon Gedanken darüber, wie das nächste Seminar (politische Bildung) wird, weil wir da nach Dienstarten getrennt sein werden, was für mich sehr, sehr schade ist :-( Irgendwann müssen wir uns aber verabschieden und das mit vielen sogar für immer – die Gewissheit tut weh!

Aber bevor es soweit ist, haben wir noch oft die Möglichkeit das Allerbeste aus der gemeinsamen Zeit zu machen. Verhalten wir uns und haben einfach Spaß wie eine Familie :-) Bevor sich unsere Wege trennen müssen und wir uns überall verteilen – Norden, Süden Osten Westen und sogar auf der andern Seite der Welt.

Egal wo ich meinen Weg finde, ich bin mir sicher, ich werde Euch nie vergessen!

 

 


Tagebucheintrag vom vierten Seminar

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Liebes Seminartagebuch,

jetzt findet dieses vorletzte Seminar bereits sein Ende. Diese Seminar war definitiv anders als die vorherigen, schon allein dadurch, dass die BFD´ler von uns nicht dabei war und wir alle FSJ´ler der anderen Gruppe kennengelernt haben. Das war eine spannende neue Erfahrung und wir haben gut zueinander gefunden.

Die Workshops waren spannend, informativ und haben das Thema des Seminars auch für die, die mit politische Bildung nicht viel am Hut haben, ansprechend gemacht.

Was ist diese Woche eigentlich so alles passiert? Ich will davon berichten…

Montag sind wir mit gemischten Gefühlen angekommen. Vorherrschender Gedanke: Wie wird das wohl mit den anderen? Lucia sagte zwar schon, dass die alle genauso nett sind wie wir und dass sie auf den Seminaren ähnliche Dinge erlebt haben, aber trotzdem. Nach dem Kennenlernspiel und einer Stadtaktion haben wir uns dazu entschieden, dass alle ganz cool sind ;-) Allerdings war der Abend eher ruhig und zurückgezogen.

Frischer Start in den Dienstag! Die Workshops haben sich über 2 Tage gestreckt, wurden gut angenommen und auch als spannend und interessant empfunden. Abends gab es eine interessante und spannende Film- und Leserunde.

Mittwoch startete der Tag wie Dienstag auch. Die Workshops gingen in die 2. Runde. Der Flucht, Asyl, Migration-Workshop wurde in einen konsumkritischen Stadtrundgang verwandelt, das unsichtbare Theater hat in der Stadt ihr erarbeitetes Statuentheater aufgeführt und der Kleidungsworkshop hat sich kreativ in Siebdrucken und Nähen ausgetobt.

Donnerstag wurde es bunt… Ein Graffitiprofi kam und hat den Tag mit uns verbracht. Zuerst hieß es Ideen Sammeln und Skizzen anfertigen. Nach dem Mittagessen haben wir angefangen unsere Entwürfe auf die geweißten Holzwände zu sprayen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Wir sind sehr stolz auf unsere Werke. Den Abend haben wir mit Diashow, „Wo ist Dörte?“ und am Lagerfeuer ausklingen lassen. Ein gemütlicher schöner Abschlussabend.

Jetzt am Freitag ist großes Aufräumen angesagt. Im Großen und Ganzen war es wieder eine gelungene geile Woche!!

 

 


Tagebucheintrag vom Abschlussseminar

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Liebes Seminartagebuch,

jetzt steht der Abschluss des letzten Seminars vor der Türe. Da wir uns wieder an irgendeinem unbekannten Bahnhof treffen, war mir schon klar – es geht wieder in die Wallachei, abgeschnitten vom öffentlichen Nahverkehr: das bedeutet – kein Handyempfang! Aber wir haben ja uns und es ist das letzte Mal, dass wir zusammen kommen. Von der Unterkunft wurden wir überrascht, sie ist total Bombe. Das Haus ist wunderschön, der Garten riesig und mit eigenem Steg zum See und sogar Booten die wir ausleihen können.

Unsere erste Aktion, noch bevor wir mittels Wochenplanen einen Überblick über die hervorstehenden Ereignisse bekamen, fand im Wald eine Klettertour durch einen Niedrigseilgarten statt. Alle mussten bis zu Willi (letzter Baum) kommen. Wer runterfällt, muss nochmal von vorne anfangen. Nach 1,5 h hatten wir es endlich geschafft – sogar die Teamer haben sich eingereiht und mitgemacht. Obwohl wir von den Mücken heftig attackiert wurden und uns die Fußsohlen und –gelenke von der Slakline geschmerzt haben, hat der Parcours total Spaß gemacht. Auf dem Weg mussten wir eingerollte Zettel einsammeln, welche sich später als Wochenplan entpuppten. Wir durften die häuslichen Aufgaben und helfenden Hände eigenständig verteilen und organisieren.

Nach dem Abendessen fand das erste Volleyballmatch statt und danach haben wir uns bei einem Bad im See abgekühlt.

Ich bin gespannt was sich hinter den geplanten Aktionen verbirgt. Klar ist wir sind viel draußen, darüber freue ich mich sehr!

Wenn ich jetzt hier mit Euch so in der Abendsonne sitze, in eure Gesichter sehe und dem Klavier lausche, fängt mein Herz an zu Kribbeln. Schön dass wir hier sind!