28.11.2017

Lassen SPD und CDU die Wohlfahrt im Stich?

In den Beratungen zum Doppelhaushalt 2018 / 2019 des Landes Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ab, dass die Fördermittel für zahlreiche Einrichtungen und Dienste der Wohlfahrtspflege erneut nicht erhöht werden. Für die Mitglieder des Paritätischen MV wäre das eine herbe Enttäuschung!

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern macht sich seit geraumer Zeit für eine bessere finanzielle Ausstattung der zuwendungsfinanzierten Angebote seiner Mitglieder stark. Die Fördermittel aus dem Landeshaushalt für Betreuungsvereine, Beratungsstellen und weitere Angebote für Menschen in kritischen Lebenssituationen wurden seit Jahren nicht erhöht. Die Möglichkeiten der Träger, steigende Kosten aus eigenen Mitteln aufzufangen, sind längst erschöpft. Zahlreiche Angebote stehen perspektivisch vor dem Aus.

Von der Landtagsfraktion "Die LINKE" wurde uns in einem Schreiben vom 16. November 2017 mitgeteilt, dass anscheinend alle von uns geforderten Aufstockungen im Landeshaushalt von den Regierungsfraktionen von SPD und CDU abgelehnt werden. (Das Schreiben zum Download finden Sie hier).

In Aussicht gestellt wurde lediglich eine perspektivische Erhöhung der Fördermittel einzelner Beratungsdienste in ausgewählte Landkreisen. Aus Sicht des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern reicht das jedoch bei weitem nicht aus, um die vorhandenen Finanzierungslücken zu schließen.

Sollten die Regierungsfraktionen den vorliegenden Haushaltsentwurf ohne die dringend notwendigen Änderungen am 13. Dezember im Landtag verabschieden, wäre das für viele Mitglieder des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern eine herbe Enttäuschung!